Dr. med. D. Gobet     
Innovative hochspezialisierte Urologie


 

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Bipolare transurethrale Behandlung ( TUR-P) der gutartigen Prostatavergrösserung

Die gutartige Vergrösserung der Prostata ist die häufigste Erkrankung des alternden Mannes. Ab dem 50. Altersjahr beginnt sich die Prostata auszudehnen, meist gutartig. Drückt sie auf die Harnröhre, treten Schwierigkeiten beim Wasserlösen auf. Nicht alle Männer sind betroffen und vor allem nicht alle gleich stark. Ein Drittel der über 65 jährigen hat aber grosse Probleme, so dass der Arzt beigezogen werden muss. Die meisten Patienten klagen über ein lästiges Nachtropfen, Harnstrahlunterbrüche und schlafraubendes Wasserlösen während der Nacht. Bei unvollständiger Entleerung der Harnblase kann es zu Harnblaseninfekten, Schäden am Blasenmuskel, Blutungen in die Harnblase oder auch zu einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion kommen. Je nach Grösse der Prostata und Beschwerden des Patienten kann die Operation durch Medikamente für eine gewisse Zeit herausgezögert werden.

Bei ausgeschöpfter medikamentöser Therapie bleibt als einzige therapeutische Option die chirurgische Behandlung. Die transurethrale Resektion der Prostata (TUR-P) ist das am besten untersuchte Standardverfahren zur Beseitigung des einengenden Prostatadrüsengewebes. Obwohl die TUR-Prostata ein seit Jahrzehnten bewährtes Verfahren ist, zögern dennoch viele Patienten, sich diesem Eingriff zu unterziehen. Gründe dafür sind unter anderem die Angst vor unkontrolliertem Urinverlust (Inkontinenz), Verlust der Manneskraft (Potenz), erhöhtem Blutverlust und einem längeren Spitalaufenthalt.

Die chirurgische Therapie der gutartigen Vergrösserung der Prostata ist seit Jahren ein Schwerpunkt in meiner urologischen Praxistätigkeit. Erfreulicherweise stehen uns heute schonende Operationsmethoden zur Verfügung:

Bis vor wenigen Jahren wurde bei der konventionellen TUR Prostata ein monopolarer Strom verwendet, bei dem die Energie von der Resektionsschlinge durch das Prostatagewebe und das umgebende Körpergewebe zu einer am Bein aufgeklebten Elektrode wandert. Dieses Funktionsprinzip hat verschieden Nachteile und birgt Gefahren.

Als moderne Alternative zur monopolaren TUR Prostata bietet das Urologiezentrum der Privatklinik Bethanien die zweipolige bipolare Resektion an. Diese Technologie erhöht die Sicherheit für den Patienten, da nicht mehr der ganze Körper von Strom durchflossen wird, sondern nur noch das verwendete Instrument. Damit kann das Risiko von Schäden durch den im Körper fliesenden Strom vermieden und als Spülflüssigkeit physiologische Kochsalzlösung eingesetzt werden. Durch den bipolaren Stromfluss an der Resektionsschlinge entsteht eine gelbe Plasmablase, die eine gezielte und wirksame Schnittführung ermöglicht, mit erhöhter Präzision der Gewebeentfernung, insbesondere in der Nähe des Schliessmuskels. Thermische Schäden mit Erhitzung von umliegendem Gewebe (Gefäss-Nervenbündel) treten seltener auf. Ferner bewirkt die Plasmablase eine Vaporisation (Verdampfung) des Gewebes mit effizienter Koagulation (Verödung der Blutgefässe), so dass bei diesem neuen Verfahren der Blutverlust geringer ist als bei konventionellen Verfahren. Ebenfalls ist die Dauer der Katheter Verweilzeit nach der Operation etwas verkürzt. Die seltene Einschwemmung von Spülflüssigkeit in den Kreislauf ist auf Grund der bei dieser Methode verwendeten Lösung ohne Nachteil für den Patienten. Auch Patienten mit erhöhtem Operationsrisiko können sich daher diesem weniger belastenden Eingriff unterziehen.

Die neueste Generation des an unserer Klinik verwendeten Stromgenerators für diese Technologie ist besonders schonend.

Falls Sie mehr Details erfahren und sich individuell beraten lassen wollen, empfange ich Sie gerne in meiner Sprechstunde.