Dr. med. D. Gobet     
Innovative hochspezialisierte Urologie


 

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MRI basierte Vorsorgeuntersuchung Prostata  

Der Prostatakrebs ist der häufigste bösartige Tumor beim Mann über 50. In der Schweiz erkranken jährlich 3500 Männer, davon sterben 1600. Deshalb gehört zu den Hauptaufgaben der heutigen Medizin  nicht nur die Behandlung, sondern auch die Früherkennung von Krankheiten.

Ein wichtiger Bestandteil bildet die Vorsorgeuntersuchung. Auch in der Urologie zählt die Früherkennung und Krebsvorsorge zu den wichtigsten Bausteinen der Krebserkennung und Therapie. Da sich das Prostatakarzinom völlig unbemerkt entwickelt, sollte der Mann ab 50 regelmässig eine urologische Vorsorgeuntersuchung durchführen lassen. Kommt in der engeren Verwandtschaft (Grossvater, Vater, Bruder, Onkel) ein Prostatakarzinom vor, dann sollte die Vorsorgeuntersuchung bereits ab dem 45. Lebensjahr durchgeführt werden.

Empfohlene Untersuchungen bei der Vorsorge von Prostatakrebs sind:

Digital rektale Untersuchung: das manuelle Ertasten der Prostata vom Enddarm aus ist ein wichtiger Bestandteil der Vorsorgeuntersuchung.
 

Blutuntersuchung: Bestimmung sog. PSA-Wertes  (Prostata Spezifisches Antigen):

PSA ist im Prostatasekret enthalten und kann auch im Blut nachgewiesen werden. Dieser Wert ist oft (aber nicht ausschließlich) bei Prostatakrebs erhöht und kann so als Frühzeichen einer möglichen bösartigen Prostatageschwulst dienen. Der PSA-Wert ist altersabhängig, von der Größe der Vorsteherdrüse abhängig (Ultraschalluntersuchung) und vor allem im Verlauf aussagekräftig. Es ist deswegen außerordentlich wichtig regelmäßige Kontrollen durchzuführen. Die Bestimmung des PSA-Werts bildet eine der Hauptsäulen der Prostatakrebsvorsorge.

Beim begründeten Verdacht einer bösartigen Geschwulst der Prostata, können weitere diagnostische Maßnahmen erforderlich werden.
 

Magnetresonanztomographie, MRI

Seit wenigen Jahren steht uns die MRI-Diagnostik zur Verfügung.

Es ist zurzeit die treffsicherste Methode zur Diagnose von Prostatakrebs, weil dadurch schon kleinste Veränderungen der Gewebestruktur sicher erkannt und beurteilt werden können.
Die Untersuchung ist völlig schmerzlos und erfolgt ohne jegliche Strahlenbelastung, da zur Bilderzeugung keine Röntgenstrahlen eingesetzt werden.
Die Prostata-MRI wird mit Hilfe einer in den Enddarm eingeführten Sonde (Endorektalspule) durchgeführt.

 

MRI-Ultraschall-Fusions (ARTEMIS ®) gesteuerte Prostatagewebeentnahme (Biopsie)  

Ein neuartiges  Prostatabiopsie Informations- und Management-System (ARTEMIS ®) ermöglicht es, die durchgeführte MRI-Untersuchung mit einem Ultraschallbild zu fusionieren und damit eine gezielte ultraschallgesteuerte Prostatabiopsie zu planen.
Der  Eingriff wird ambulant, in bequemer Seitenlage mit etwas angewinkelten Beinen durchgeführt. Zunächst wird die Ultraschallsonde vorsichtig mit einem aufgesetzten Biopsiegerät in den Enddarm geführt. Mit einer Lokalanästhesie wird die Enddarm-Schleimhaut unempfindlich gemacht. Ultraschallgesteuert erfolgt die Entnahme von Gewebeproben aus den verdächtigen Herdbefunden in der Prostatadrüse. Dafür verwendet man eine sogenannte Biopsiepistole, die blitzschnell und automatisch ein- und auswärtsfährt und auf diese Weise zylinderförmige Gewebsstücke (Durchmesser unter 1 mm) gewinnt.

Als Partnerarzt des ZENTRUM FÜR UROLOGIE, KLINIK HIRSLANDEN, steht mir dieses neuartige System (ARTEMIS ®) zur Durchführung der Prostatabiopsie für meine Patienten zur Verfügung. Deshalb findet der kleine Eingriff nicht in meiner Praxis, sondern in den Räumlichkeiten des Zentrum für Urologie, Klinik Hirslanden statt.
 

Vorteile der MRI-Untersuchung

Im Gegensatz zur herkömmlichen Methode ohne MRI-Diagnostik, bei welcher bei erhöhtem PSA-Wert ultraschallgesteuert 10 - 12 Biopsien „blind“ aus der Prostata entnommen werden, wird bei der MRI-Ultraschall-Fusions (ARTEMIS ®) gesteuerten Biopsie lediglich auf das krebsverdächtige Areal gezielt. Damit steigt die Treffsicherheit, und die Anzahl der entnommenen Biopsien kann bedeutend reduziert werden. Überdies wird der Tumorherd im Zentrum getroffen, wodurch die Ausdehnung gemessen, und das gewonnene Material für die mikroskopische Untersuchung besser klassifiziert (Gleason score) werden können.
Bei unauffälliger MRI-Untersuchung kann auf eine Gewebeentnahme (Biopsie) verzichtet werden, auch wenn der PSA-Wert erhöht ist.